Inhalt anspringen

Zeitschiene

Was passierte wann?

Ausgangslage

In der Nachbarschaft der Kokerei an der Prosperstraße kommt es immer wieder zu Beschwerden der Anwohner über die Staubbelastung durch die Kokerei. Für die Kokerei sind Zielwerte zur maximalen Belastung mit polyzyklischen Aromaten festgelegt, die in den Jahren 2015 und 2016 überschritten und 2017 knapp eingehalten wurden. Sowohl der Umwelt- und Planungsausschuss der Stadt Bottrop, als auch die Bezirksvertretung Bottrop Süd beschäftigen sich immer wieder mit dem Thema. Insbesondere die Einschätzung der Risiken für die Gesundheit steht im Mittelpunkt.

August 2018

Auf Anregung der Stadt Bottrop beauftragt die Bezirksregierung Münster das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV), die Belastung von Nahrungspflanzen in der Umgebung rund um die Kokerei auf ihre Gehalte an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) zu untersuchen. Es solle festgestellt werden, ob Gartengemüse aus Privatgärten bedenkenlos verzehrt werden kann.

August bis November 2018

Das LANUV greift auf eine standardisierte Untersuchungsmethode zurück. Dabei wird Grünkohl, der in besonderem Maße Schadstoffe aufnehmen kann, in Kübeln im Freien ausgesetzt. Das LANUV richtet so neun Messstellen in den Stadtteilen Welheim, Batenbrock und Welheimer Mark ein.

Dezember 2018 bis April 2019

Die herangewachsenen Grünkohlpflanzen werden als Proben geerntet. Es folgt eine Analyse der Schadstoffe, wobei zuvor die Pflanzen küchenfertig aufgearbeitet werden. Da es sich durchweg um Stoffspuren handelt, ist die Analyse aufwendig. Analysiert wird sowohl in qualitativer Hinsicht, "ist der gesuchte Stoff in der Probe überhaupt enthalten?" als auch in quantitativer Hinsicht, "wie viel von dem Stoff enthält die Probe, in welchen Konzentrationen liegt der Stoff vor?".

Ende April / Anfang Mai 2019

Das Ergebnis der Proben liegt vor und ist gesichert. Die Ergebnisse zeigten bei einigen Proben eine hohe Belastung an PAK in den Grünkohlpflanzen.

Die Stadt Bottrop wird von der Bezirksregierung Münster und dem LANUV über das Ergebnis informiert. Es folgen Abstimmungsgespräche in Bezug auf Folgen, Konsequenzen und das weitere Vorgehen. Als Sofortmaßnahme sollen Verzehrempfehlungen an die Bevölkerung der betroffenen Gebiete heraus gegeben werden.

9. Mai 2019

Bezirksregierung Münster, LANUV und Stadt Bottrop führen eine Pressekonferenz durch, in der über die Messergebnisse und die Verzehrempfehlungen informiert wird. Weiterhin wird auf Fragen des Betriebs der Kokerei und die behördliche Kontrolle ausführlich eingegangen. Der Termin stößt auf ein breites Echo, neben WAZ, Stadtspiegel und Radio-Emscher-Lippe, nehmen sowohl WDR-Hörfunk als WDR-Fernsehen an dem Termin teil. Es folgt in den Tagen darauf eine breite Berichterstattung in den Medien über das Thema.

Eine Hotline ist geschaltet und eine Webseite zum Thema aufgebaut.

Mai 2019

Das Institut für Stadtökologie und Bodenschutz wird beauftragt in den betroffenen Gebieten Proben der Böden zu nehmen und diese zu Untersuchen.

Juni 2019

Ein Flyer mit den Verzehrsempfehlungen wird erstellt, gedruckt und an die betroffenen Haushalte verteilt. Aufgrund der Struktur der Bvölkerung in den Stadtteilen liegt auf der Webseite eine Übersetzung in Türkisch und Arabisch vor.

3. Juni 2019

Im Rathaus findet ein Runder Tisch zur Kokerei, den PAK-Messungen und zur Staubbelastung im Bottroper Süden statt. Angemeldet hatten sich rund 50 Teilnehmer aus den betroffenen Wohngebieten, gekommen waren mehr als einhundert. Teilnehmer auf dem Podium waren Vertreter der Bezirksregierung Münster, LANUV, Stadt Bottrop und Vertreter von ArcelorMittal als Betreiber der Kokerei.

18. Juni 2019

Im Rathaus findet eine gemeinsame Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umweltschutz und des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Familie statt. Einzige Tagesordnungspunkte sind die Untersuchungsergebnisse zur Immissionsbelastung im Bottroper Süde, Fragen der politischen Parteien zum Thema, sowie das Vorhaben von Steag und Arcelor Mittal auf dem Gelände ein Gaskraftwerk zu bauen. Bezirksregierung, LANUV, Stadtverwaltung und Geschäftsleitung der Kokerei informieren über den Sachstand.

11. Juli 2019

Die Stadt Bottrop führt eine Anwohnerversammlung in der Aula der Hauptschule Welheim mit rund 200 Teilnehmern durch. Stadtverwaltung, LANUV, Bezirksregierung und Geschäftsleitung der Kokerei informieren zum derzeitigen Stand. Das Institut für Stadtökologie und Bodenschutz berichtet zur Ad-Hoc Untersuchung der Böden und gibt hier Entwarnung.

${html.arvedui.search.moreLikeThis.label}
${html.arvedui.search.form.label}

Cookies erleichtern die Bereitstellung von Diensten auf dieser Webseite. Mit der Nutzung der Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass die Stadt Bottrop Cookies verwendet. Weitere Informationen finden Sie unter dem nebenstehenden Link zum Datenschutz.

Datenschutz