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© Stadt Bottrop

Stadt Bottrop will Klimaoffensive auf den Weg bringen

Der beschrittene Weg aus dem Innovation-City-Prozess und dem Projekt Zukunftsstadt soll fortgeschrieben werden. Darüber schlägt die Verwaltung einen ganzen Katalog zur Verbesserung des Stadtklimas vor und geht damit in der zweiten Jahreshälfte in die politischen Beratungen.

© Stadt BottropKlimakarte des Stadtgebiets.

Bottrop wird in den kommenden Jahren zweigleisig fahren müssen, um eine Antwort auf den Wandel der klimatischen Verhältnisse zu haben: Zum einen geht es darum, Umwelt und Klima zu schonen und zum anderen muss die Stadt auf die veränderten Bedingungen reagieren, etwa in Bezug auf Starkregenereignisse oder auch auf immer häufiger auftretende tropische Sommertage und -nächte.

Oberbürgermeister Bernd Tischler und der Technische Beigeordnete Klaus Müller stellten dazu im Rathaus einen Aktionsrahmen vor, mit dem die Verwaltung im Herbst in die politischen Beratungen gehen will. Vor allem möchte man im Zuge eines nachhaltigen Stadtentwicklungskonzepts Ökologie und Klima verbinden mit Fragen aus anderen notwenigen Handlungsfelder wie den weiteren Strukturwandel der wirtschaftlichen Basis der Stadt und der Vielzahl der sozialen Anforderung wie demografischer Wandel, Bildung, Einkommenschancen oder Migration.

"Mit dem Beschluss im Juli, mit dem der Rat einstimmig den Klimanotstand ausgerufen hat, haben wir uns verpflichtet, dass Klimaschutz das oberstes Leitziel ist", sagt Oberbürgermeister Bernd Tischler. Daraus müsse man nun auch Konsequenzen ziehen. "Die Klimaprojekte, die wir bereits angegangen sind, müssen fortgeschrieben werden. Zusätzlich wollen wir einen Roll-Out-Prozess von Innovation City in die Fläche und eine Übertragung in die Stadtteile, die bisher nicht zum Projektgebiet gezählt haben." Tischler sieht darin auch ein Signal an die Jugendlichen, die sich in der 'Friday for Future Bewegung' engagiert haben.

Wie bereits bei Innovation City sollen Maßnahmen im Stadtgebiet gebündelt und gesteuert werden und zudem mit konkreten Förderanreizen Investitionen von privaten Trägern in Klimamaßnahmen stimuliert werden. Grundlagen für städteplanerische Notwendigkeiten ergeben sich aus den jüngsten Klimadaten bezogen auf das Bottroper Stadtgebiet, die vom Regionalverbund Ruhr erhoben wurden. Hier können die Punkte identifiziert werden, die besonders von einer Aufheizung durch heiße Wettertage betroffen sind oder noch in Zukunft betroffen werden (siehe Karte auf dieser Seite).

Um das Mikroklima im dichtbebauten Bereich verbessern zu können, sollen zukünftig die Bebauungspläne angepasst werden. Ein Schwerpunkt dabei wird sein, die Voraussetzung zu schaffen, um möglichst viele Dächer begrünen zu können. Im Fokus stehen dabei Flachdächer, Dächer mit einer Neigung von maximal 15 Grad und Tiefgaragen ohne Überbauungen, die eine ideale Voraussetzung für eine Bepflanzung bieten. Für private Eigentümer stehen dazu entsprechende Förderprogramme und eine adäquate Beratung durch die Stadtverwaltung zur Verfügung - hier sollen die positiven Erfahrungen aus dem Innovation City Projekt genutzt werde.

Eines der zukünftigen Projekte ist auch die Zukunftsinitiative "Wasser in der Stadt von morgen", bei der sich die Emschergenossenschaft und die Emscher-Städte zusammengeschlossen haben. Unter dem Leitmotiv einer "klimaresilienten Region" - sprich einer Region, die gut gegen die Klimaveränderung gewappnet ist - haben sich die Teilnehmer auf eine Anpassungsstrategie verpflichtet. Über einen 'Klimafonds' sollen Maßnahmen vor Ort gefördert werden.

Zum Maßnahmenkatalog gehört auch die Fortführung von 'Freiheit Emscher' gemeinsam mit der Stadt Essen und RAG Immobilien, wobei der Essener Norden und der Bottroper Süden zusammengeplant werden sollen. Bislang liegt die Machbarkeitsstudie vor und Bebauungspläne ehemaliger Bergbauflächen auf Essener Seite sind auf dem Weg gebracht. Insgesamt geht es um einen städtebaulichen Umbruch in Richtung ökologischer Stadterneuerung und Schaffung neuer Arbeitsplätze auf den Flächen des Bergbaus.

Schließlich will die Stadt auch einen Nachhaltigkeits-Check für städtische Projekte ins Leben rufen, wie er im Beschluss zum Klimanotstand gefordert wurde. Es sollen bei allen Projekten die ökologischen und sozialen Folgewirkungen bewertet werden. Dabei werden die Ziele und Erfahrungen aus der 'Zukunftsstadt-Vision 2030+' verwertet und weiter darauf aufgebaut. Wie dies konkret aussehen soll wird derzeit in der Verwaltung erarbeitet.

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