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Medikamente

wie Schlaf- und Beruhigungsmittel, Schmerzmittel und Aufputschmittel, Stimmulanzien bergen folgende Risiken:

  • Gefahr der psychischen und zum Teil physischen Abhängigkeit
  • bei Überdosierung schwere Organschäden und Tod

Medikamentenabhängige leiden öffentlich kaum wahrgenommen. Es gibt nur wenige erkennbare Anzeichen für Arztneimittelmissbrauch. Betroffen sind zu zwei Dritteln Frauen, sozial integriert und nicht selten stark leistungsorientiert. In den meisten Fällen handelt es sich um Bezodiazepine und bezodiazepinhaltige Medikamente, die vom Hausarzt verordnet, zu lange eingenommen werden. Suchtexperten verweisen auf eine Untersuchung, wonach 7 Prozent der Patienten von Allgemeinmedizinern und Internisten Medikamente mit Suchtpotential zu lange verordnet bekommen.
Zahlen der deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) belegen: es gibt mindestens 1,4 Millionen Betroffene in Deutschland, ähnlich viele Medikamenetenabhängige wie Alkoholiker. Nochmal so viele missbrauchen Medikamente. Den 2000 Behandlungsfällen bei Medikamentenabhängigkeit stehen jährlich 163 000 Behandlungsfälle von Alkoholkranken gegenüber.

In einer Repräsentativerhebung im Jahr 19997 zum Gebrauch psychoaktiver Substanzen gaben 11,5% der Männer und 19,5 % der Frauen im Alter von 18 bis 59 Jahren an, mindestens einmal pro Woche psychoaktive Medikmente zu konsumieren. In der Altersgruppe von 50-59 Jahren lag dabei der Anteil sowohl bei Männer mit 19% als auch bei Frauen mit 28,3% am höchsten.

Am häufigsten wurden Schmerzmittel (10,9%) eingenommen, gefolgt von Beruhigungsmittel (3%) und Schlafmittel (2,4%). 1,4% aller Befragten gaben an, nicht ohne Schlaf- oder Beruhigungsmittel auszukommen, obgleich diese Personen nicht unter schwerwiegenden Krankheiten litten.

Es gibt Möglichkeiten, auch ohne Medikamente einzuschlafen oder ruhiger zu werden.

Medikamentenabhängige erweisen sich meist als besonders kooperativ. Häufig fehlt es an Angeboten. Der DHS hat gemeinsam mit dem Bundsverband der Betriebskrankenkassen (BKK)ein Handbuch herausgegeben „Nicht mehr alles schlucken....!Frauen.Medikamente.Selbsthilfe."- dies kann auch im Internet kostenlos heruntergeladen werden.

Download und weitere Informationen:

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