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Psychische Erkrankungen haben eine herausragende gesundheitspolitische und volkswirtschaftliche Bedeutung

Vier der zehn weltweit wichtigsten Ursachen, die zu einer Behinderung führen und unsere Lebensjahre beeinträchtigen sind psychische Erkrankungen. Dazu gehören Depressionen, Alkoholismus und Psychosen ( Schizophrenie und biopolare affektive Störungen).Darüber hinaus ist aufgrund des demokrafischen Wandels in Deutschland mit einem erheblichen Anstieg von Demenzerkrankungen zu rechnen.

Psychische Erkrankungen stellen die häufigste Ursache für Frühberentung dar. Die Behandelbarkeit hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten entscheidend verbessert. Es gibt eine gute Chance auf Heilung oder zumindest auf eine entscheidende Besserung des Krankheitsbildes. Dazu gehören Medikamente und andere Therapieformen, Soziotherapie und störungsorientierte Psychotherapieverfahren. Häufig liegt heute das Problem psychisch Kranker weiterhin in der gesellschaftlichen Integration. Sie werden stigmatisiert und diskriminiert. Dabei stehen sozial-psychologische Vergleichsprozesse wie die Regulation des Selbstwertes und die Orientierung an sozialen Normen, eine bedeutende Rolle. Insbesondere treten dadurch häufig Probleme in der Arbeitswelt und bei der Wohnungssuche auf. Psychosekranke werden oftmals pauschalisierend, als überdurchschnittlich gewalttätig, an Depression oder Alkoholismus Erkrankte als selbstschuldhaft, verantwortlich für ihre Krankheit angesehen. In der Folge distanzieren sich die Personen aus dem Umfeld von den Kranken und ihren Familien. Auch gemeindenahe Institutionen zur Behandlung und Betreuung psychisch Kranker sind vom Stigma betroffen wie lokale Proteste gegen neue Einrichtungen zum Betreuten Wohnen für psychisch Kranke gezeigt haben.

Der Betroffene entwickelt Strategien zur Bewältigung des Stigmas, bspw. hält er die Erkrankung geheim oder zieht sich aus dem sozialen Umfeld zurück mit der Konsequenz, dass auch potentiell unterstützende Sozialressourcen nicht mehr genutzt werden können.

Ein großer Teil der Bevölkerung verfügt über ein negativ geprägtes Bild psychischer Erkrankungen, deren Ursachen, Symptome, Verlauf und Therapiemöglichkeiten sowie Behandlungsinstitutionen. Viele Menschen gehen davon aus, dass psychische Erkrankungen auf entweder rein psycho-sozialen oder biologisch-genetischen Ursachen zurückgehen. Therapeutische Beeinflussbarkeiten psychischer Erkrankungen werden von Laien oft unzutreffend gering eingeschätzt und die Patienten werden für ihre Erkrankung häufig als selbstverantwortlich angesehen. In epidemiologischen Studien konnte festgestellt werden, dass die niedrige Diagnoserate psychischer Erkrankungen im primären Versorgungssystem zu einer Verzögerung der Erstbehandlung mit der Konsequenz einer potentiellen Verschlechterung des Verlaufes führt.

Vorurteile stehen der adäquaten Behandlung, der Gesundung und Integration psychisch Kranker in das öffentliche Leben erheblich entgegen. Aus Scham wird häufig bei psychischer Erkrankung keine ärztliche Hilfe in Anspruch genommen und es wird mit der Angst gelebt, durch eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung zusätzlich stigmatisiert zu werden.
Der Betroffene entwickelt Strategien zur Bewältigung des Stigmas, beispielsweise hält er die Erkrankung geheim oder zieht sich aus dem sozialen Umfeld zurück mit der Konsequenz, dass auch potentiell unterstützende Sozialressourcen nicht mehr genutzt werden können. Ein großer Teil der Bevölkerung verfügt über ein negativ geprägtes Bild psychischer Erkrankungen, deren Ursachen, Symptome, Verlauf und Therapiemöglichkeiten sowie Behandlungsinstitutionen. Viele Menschen gehen davon aus, dass psychische Erkrankungen auf entweder rein psycho-sozialen oder biologisch-genetischen Ursachen zurückgehen. Therapeutische Beeinflussbarkeiten psychischer Erkrankungen werden von Laien oft unzutreffend gering eingeschätzt und die Patienten werden für ihre Erkrankung häufig als selbstverantwortlich angesehen.

In epidemiologischen Studien konnte festgestellt werden, dass die niedrige Diagnoserate psychischer Erkrankungen im primären Versorgungssystem zu einer Verzögerung der Erstbehandlung mit der Konsequenz einer potentiellen Verschlechterung des Verlaufes führt.

Vorurteile stehen der adäquaten Behandlung, der Gesundung und Integration psychisch Kranker in das öffentliche Leben erheblich entgegen. Aus Scham wird häufig bei psychischer Erkrankung keine ärztliche Hilfe in Anspruch genommen und es wird mit der Angst gelebt, durch eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung zusätzlich stigmatisiert zu werden.

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