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Glücksspielsucht

Bei der Glücksspielsucht handelt es sich seit 2001 um eine Erkrankung, deren Therapie von den Rentenversicherungsträgern und Krankenkassen übernommen wird.

Spielen ist menschlich, das Spiel als solches gibt es seit Anfängen der Menschheit. Spielen ist eine zweckfreie Tätigkeit und gehört zu den „Grundelementen der individuellen, sozialen Reifung". Kinder lernen spielerisch ihre Welt zu erforschen In allen Lebensphasen hat das Spiel seinen Raum. Es fördert soziale Kontakte, bewirkt aber auch eine Distanz zum Alltag.

Krankhaftes Glücksspiel ist ein beharrlich wiederholtes Spielen, das trotz negativer Konsequenzen durchgeführt wird. Diese können soziale, beruflich oder materielle, einschließlich familiärer Werte sein. Es kommt zu hohen Verschuldungen, Zerstörung von Ehen und Familien und negativen sozialen Konsequenzen.

Das Glücksspiel beherrscht das Leben des Betroffenen, er nimmt jede Gelegenheit zum Spielen wahr, dann unwiderstehliches Verlangen, einen inneren Drang zum Spielen, ist nicht mehr in der Lage, nach Beginn das Spiel zu kontrollieren, hat das Gefühl des Nicht-Aufhören-Könnens.

Die Spieler erschließen sich jede mögliche Geldquelle, der Beruf, die Familie, das soziale Umfeld wird vernachlässigt, es kommt insgesamt bei einem Spieler zu einem sozialen Rückzug.
Häufig wird ein Lügengeflecht aufgebaut um den „Schein nach außen zu wahren", es wird heimlich gespielt bis das Glücksspiel selbst zum Lebensmittelpunkt wird.

Es gibt unterschiedliche Glücksspielanbieter, ob Automatenbetreiber, Lotto, Tippgemeinschaften, Online-Casinos usw.

Die Umsätze sind nach dem Jahrbuch „Sucht 2002" auf 52,7 Mrd. gestiegen. Davon sind 40 % auf Spieler, 20 % auf Spielautomaten und 30 % auf Lotto, 5 % auf Klassenlotterien und 1 % auf Pferdewetten verteilt. In Deutschland stehen 197.000 Geldspielautomaten. Die Einnahmen des Staates aus Glücksspielen erhöhen sich auf 8,7 Mrd.

Experten schätzen, das ca. 100.000 deutsche Spieler behandlungsbedürftig sind (die Zahlen schwanken je nach Veröffentlichung).

Es ist häufig schwer für Betroffene, ihr Problem zu akzeptieren, insofern suchen sie häufig sehr spät Hilfe und nehmen erst gezwungenermaßen vorhandene Hilfsangebote wie Suchtberatungsstellen, Selbsthilfegruppen oder Fachkliniken an, wenn es zu massiven Problemen mit der Familie, dem Arbeitgeber oder der Justiz gekommen ist.

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