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Gegen Wald- und Flächenbrände gut gerüstet

Der Mangel an Regen hat eine allgemeine Trockenheit zur Folge. Das ist nicht nur für die Landwirte eine starke Belastung, sondern auch für die Feuerwehr. Die Gefahr für Wald- und Flächenbrände steigt und ist Anlass, sich bei der Brandbekämpfung besser aufzustellen.

© Stadt BottropBekämpfung eines Flächenbrands in der Welheimer Mark am 1. Juli.

Der Deutsche Wetterdienst gibt täglich zwei Karten des Bundesgebietes heraus: Eine zur Waldbrandgefahr und eine zur Gefahr von Flächenbränden. Darauf zu erkennen sind Flächen, die von grün bis violett gekennzeichnet sind. Violett bedeutet höchste Gefahr - Warnstufe 5. Dazwischen in Gelb bis Rot die Warnstufen für Trockenheit und erhöhten Risiken, dass sich Wälder entzünden können. Die Trockenheit im Jahresdurchschnitt nimmt zu und die Feuerwehr muss häufiger wegen Bränden in den Wäldern oder wegen Flächenbränden auf Ackerflächen ausrücken.

Insbesondere Walbrände stellen die Feuerwehr vor anderen Herausforderungen als übliche Brände in Wohnungen oder in Gewerbebetrieben. Die haben nämlich eine nachvollziehbare Adresse und damit einen Anlaufpunt für die Löschzüge. Brände im Wald müssen hingegen zumeist erst lokalisiert werden. Hausnummern fallen als Orientierung weg, was schon ein Problem darstellt, wenn die Brände in der Leitstelle gemeldet werden. In Wäldern und auf großflächigen Ackerflächen fehlt zudem die Infrastruktur einer geschlossenen Siedlung. Nicht nur ist die Zufahrt schwieriger und das Löschwasser muss aufwendiger herbeigeschafft werden, auch der gesamte Einsatz in der Fläche muss anders angegangen werden als in geschlossener Wohnbebauung oder in Gewerbegebieten.

© Stadt BottropNeues Löschfahrzeug der Feuerwehr: Klein, wendig und gut geeignet für Einsätze in Wäldern.

Die Feuerwehr hat ihre taktischen Möglichkeiten für solche Fälle optimiert. Teil dieser Optimierung sind drei neue Löschfahrzeuge, die speziell für Wald- Flächenbrände ausgerüstet sind. Die Wagen sind kleiner und wendiger und verfügen über einen Allradantrieb, was sie besten geeignet macht für Waldwege und das Gelände. Zusätzlich verfügen sie über eine spezielle Ausstattung. An Bord befindet sich allerlei Rüstzeug wie Feuerpatschen und verschiedene Handlöschgeräte wie Löschrucksäcke für kleine Wassermengen, um schnell gefährliche Glutnester und Schwelbrände bekämpfen zu können. Das Fahrzeug selbst fasst 3.000 Liter Löschwasser für die ersten Einsatzminuten, kann dann aber auch über eine externe Wasserzuleitung versorgt werden.

Auf dem Dach kann eine Wasserkanone in Betrieb genommen werden, um entlegene Brände zu bekämpfen, an die die Einsatzkräfte nicht unmittelbar herankommen können. Eine Spezialität ist auch ein Schlauch mit Löchern, der eine Wand aus Wasser erzeugen kann. Der Grund dafür sind Löcher, die eigens eingearbeitet wurden. Die Wasserwand soll dafür sorgen, dass sich ein Brand nicht in eine bestimmte Richtung ausbreiten kann. Der Einsatz ist dabei nicht auf Wald- und Flächenbrände begrenzt, sondern kann auch bei Industriebränden sinnvoll sein.

© Stadt BottropEingenschutz: Die Bedüsung im Frontteil.

Wie jeder LKW hat das Fahrzeug Druckluftbremsen und Bremsschläuche. Genau dies ist ein Problem bei Bränden, die sich über den Boden ausbreiten. Werden die Bremsschläuche beschädigt und fällt der Druck in den Leitungen rapide ab, blockieren die Bremsen und das Fahrzeug wäre dann manövrierunfähig. Zum Selbstschutz sind im Vorderfrontbereich Düsen montiert, die Wasser über den Boden sprühen können.

Mehr als die Hälfte der Fläche der Stadt besteht aus Wald- oder Grünflächen. Die Kirchheller Heide, der Köllnischer Wald und vor allem der Norden mit seinen landwirtschaftlichen Flächen sind bei zunehmender Trockenheit bedroht. Besonders gefährdet sind auch die Halden, weil sich auf ihnen wegen der Hanglage Feuer gut ausbreiten können und Bahndämme, wo es durch Funkenflug durch die Bremsen der Züge immer wieder zu Flächenbränden kommen kann. Deswegen sollen die neuen Wagen zum einen in Feldhausen und Kirchhellen stationiert werden und zum anderen in Vonderort.

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