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Integriertes Stadtentwicklungskonzept Batenbrock

Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept „Bottrop Batenbrock – Vielfalt verbindet!“ hat sich die Stadt Bottrop um eine Förderung im Rahmen des Landesprogramms Starke Quartier – Starke Menschen beworben.

© EFRE.NRW, EU, NRW

Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept „Bottrop Batenbrock – Vielfalt verbindet!“ hat sich die Stadt Bottrop um eine Förderung im Rahmen des Landesprogramms Starke Quartier – Starke Menschen beworben. Das ISEK analysiert das Stadtquartier mit allen Facetten und Problemlagen. Aufgrund der identifizierten Entwicklungsrückstände und der spezifischen Problemlagen des Raumes wurden unter Beteiligung zahlreicher Fachdienststellen, Institutionen und der Bürgerschaft Maßnahmen erarbeitet und in dem vorliegenden ISEK zusammengeführt. Die Vorhaben zielen darauf ab, den identifizierten Problemlagen zu begegnen und den Planungsraum integriert, präventiv und nachhaltig zu entwickeln.

Das ISEK nimmt dabei das Gebiet südlich der Horster Straße, nördlich der Devenstraße sowie östlich der Friedrich-Ebert-Straße und westlich der Bahnlinie in den Blick. Es umfasst unter anderem Maßnahmen zu Erhöhung der Lebens- und Aufenthaltsqualität in Stadträumen sowie der Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung benachteiligter Bevölkerungsgruppen.

Insgesamt sieht das Konzept ein Gesamtvolumen von 8 Mio. EUR vor. Die ermittelte Förderquote liegt zwischen 70% und 90%, abhängig von dem jeweiligen Förderzugang. Daraus ergeben sich eine Fördersumme von 6,5 Mio. EUR sowie ein Eigenanteil von rund 1,5 Mio. Davon fließen rund 6 Mio. EUR in städtebauliche Maßnahmen, während 2 Mio. EUR für sozial integrative Maßnahmen vorgesehen sind. Die Maßnahmen werden innerhalb der nächsten 5 Jahre umgesetzt.

Das Landesprogramm „Starke Quartiere – starke Menschen“ stellt aus Mitteln der europäischen Strukturfonds EFRE, ESF und ELER ein sehr hohes Investitionsvolumen für benachteiligte Quartiere bereit. Städte und Gemeinden können sich um Fördermittel mit Integrierten Handlungskonzepten bewerben. Der Schwerpunkt des Projektaufrufs „Starke Quartiere – starke Menschen“ liegt auf der präventiven und nachhaltigen Entwicklung von Stadtquartieren und Ortsteilen und auf der Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung. Ziel ist es, dass der Wohnstandort nicht die wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Teilhabe der Menschen vorgibt, und dass bestehende Disparitäten zwischen den Quartieren sowie Segregation und Polarisierung abgebaut werden.

Maßnahmen

Ökologische Aufwertung Albert-Schweitzer Grundschule

Mit dem Projekt soll der Schulhof der Albert-Schweitzer-Grundschule an der Prosperstraße ökologische aufgewertet werden und ein naturnaher Bildungsort mit grünem Klassenzimmer und Lehrgarten entstehen.

Die Albert-Schweitzer-Schule ist 2007 in das ehemalige Gebäude der Hauptschule an der Prosperstraße eingezogen. Auf dem Grundstück befinden sich das Hauptschulgebäude, ein Nebengebäude mit Aula und eine Sporthalle. Aufgrund einer deutlich geringeren Schülerzahl nutzt die Grundschule nur den zur Prosperstraße liegenden Teil des Schulhofs. Der rückwärtige Teil lag bis 2015 brach und wird aktuell größtenteils als Parkfläche genutzt. Im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts „GemeinSinnschafftGarten“, das die Stadt Bottrop gemeinsam mit der FH Dortmund im Jahr 2015 durchgeführt hat, wurde auf dem hinteren Schulhof der Albert-Schweitzer-Schule ein Hochbeetgarten errichtet. Dieser wird heute vom Verein GemeinSinnschafftGarten e.V. betreut und auch durch Schulklassen der Grundschule (vormittags) und der OGS (nachmittags) als Lernort genutzt.

© Stadt BottropDer Schulhof der Albert-Schweizer-Grundschule in der Kartenansicht.

Im Zuge des Projekts soll ein Großteil der Fläche entsiegelt werden und der Hochbeetgarten in einen Gemüsegarten verwandelt werden, der als Lehrgarten von der Schule genutzt werden soll und nur beschränkt für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll. Durch eine treppenförmige Gestaltung der Böschung soll ein „Grünes Klassenzimmer“ entstehen, das als Raum für Außenklassen genutzt werden kann. Ein Bereich vor der Turnhalle soll als Ballspielfläche gestaltet werden. Hier soll der Pflasterbelag erneuert werden und durch ein bunt gestaltetes Bodenmuster ersetzt werden. Entsprechende Spielgeräte sollen aufgestellt werden. Die Flächen hinter und seitlich des Aulagebäudes sollen als Streuobstwiesen mit Vogelgehölz aufgewertet werden. Ergänzt wird das Projekt durch die energetische und gestalterische Aufwertung des bestehenden Pavillons, der als Lehrraum für die Schulklassen im Winter bzw. als Raum für den Verein GemeinSinnschafftGarten e.V. genutzt werden soll. Mit der Umgestaltung wird der Garten zu einem Ort für naturnahes Lernen und für ökologische Bildung.

© Stadt BottropDer Schulhof der Albert-Schweizer-Grundschule.

Spiel- und Sportfläche Im Beckedal

Durch die Maßnahme wird die funktionsarme Spiel- und Sportfläche Mönchenort/ Im Beckedal im Entwicklungsraum Batenbrock Südwest aufgewertet. Die Aufwertung erfolgt  durch eine räumliche Umgestaltung sowie die Erneuerung der Spielgeräte. Bei der Vorbereitung und Umsetzung der Maßnahmen werden die potentiellen Nutzerinnen und Nutzern von Beginn an beteiligt, um ihnen die Möglichkeit zu geben, aktiv und auf Augenhöhe ihre Spiel- und Sportfläche mitzugestalten.

Laut der räumlich-funktionalen Studie herrscht vor allem im südlichen Projektgebiet ein hoher Bedarf an funktionalen und aktivierenden Bewegungsangeboten sowie grünen Aufenthaltsorten. Gleichzeitig lebt gerade in diesem Teil des Projektgebietes ein hoher Anteil an Kindern und Jugendlichen in Bedarfsgemeinschaften, überdurchschnittlich oft auch mit Migrationshintergrund. Die Entwicklung der Spiel- und Sportfläche Mönchenort/ Im Beckedal zu einem kostenlosen Begegnungs- und Bewegungsort ist daher konsequenter Baustein in der Angebotskette für Kinder und Jugendliche.

© Stadt BottropErneuerung des Bolzplatzes am Mönchenort.

Konkret soll die Oberfläche des Bolzplatzes erneuert und durch einen PVC Belag aufgewertet werden. Dieser Bedeutung der Maßnahme wurde durch Jugendliche auf einer Stadtteilkonferenz deutlich. Aktuell gibt es keine funktionalen Bolzplätze im Programmgebiet. Gleichzeitig soll der Spielplatz um einen U3 Spielbereich mit entsprechenden Spielgeräten erweitert werden. Durch die Kombination mit dem Bolzplatz entsteht eine Spiel- und Sportfläche für Ü3 bis Jugendliche, die als kostenloser Bewegungsraum der Aktivierung, Begegnung und Gesundheitsprävention dient.

© Stadt BottropDer Spielplatz am Mönchenort.

Im Sinne einer aktiven Teilhabe werden die Nutzergruppen und entsprechenden Institutionen schon zu Beginn in die Planung eingebunden. Es werden daher Planungsworkshops mit der Nachbarschaft, der Albert-Schweitzer-Grundschule, der Ev. KiTa Altstadt, dem Kinderschutzbund e.V. und dem Jugendhilfeträger Flow stattfinden.


Pumptrack: eine BMX-Strecke für den Park

Der Volkspark Batenbrock wurde zur wohnortnahen Freiflächenversorgung der Arbeiterfamilien errichtet. Ablesbar aus der Grundkonzeption aus den 1920er Jahren sind Teile der Wegeführung, die Volkswiese und das Rosenrondell. Heute sind Sportanlagen in den Grünzug eingebettet und ergänzen den Bereich im Sinne der Volksparkbewegung. Mit der Integration eines Pumtracks (BMB-Strecke) soll das Bewegungs- und Sportangebot für die Bewohnerinnen und Bewohner erweitert werden.

Im Zuge der Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts wurde der Wunsch nach Einrichtung einer BMX-Strecke, den Kinder und Jugendliche im Beteiligungsprozess geäußert haben, aufgenommen und weiterentwickelt. Durch seine nutzeroffene Gestaltung ist der Track für Mountainbiker, BMX-, Roller-Fahrer sowie Skater nutzbar. Damit wird eine große Nutzergruppe erreicht. Um Synergieeffekte mit anderen Vorhaben zu erreichen, soll der Track in die Neugestaltung des Volkspark Batenbrocks integriert werden. Damit wird die bereits hohe Attraktivität des Parks für den Radsport (z.B. Halde an der Beckstraße) mit seiner guten Anbindung an das regionale Radwegenetz weitergesteigert.

Zum Video: www.facebook.com/StadtteilbueroBatenbrock

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