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© Unsplash License, Vlad Tchompalov

8. März ist Internationaler Frauentag

Am 8. März ist Internationaler Weltfrauentag. An diesem Tag feiern auf der ganzen Welt die Frauen „Ihren Tag“ mit vielfältigen Aktionen. In Bottrop wird der Internationale Frauentag traditionell durch Kulturveranstaltungen gefeiert.

Im VHS Filmforum wird am 8. März 2019 um 19.00 Uhr der oscarprämierte Film „Hidden Figures – Unbekannte Heldinnen gezeigt. Die Gleichstellungsstelle begrüßt die Gäste und lässt einen eigens konzipierten lustig inszenierten Gleichstellungstrailler „Agentinnen des Wandels“ zeigen.

Am 23. und 24. März findet eine „Ladies Night“ Special Edition bei Comedy im Saal statt. 100 Jahre Stadtleben und mehr als 100 Jahre Internationaler Frauentag auf der ganzen Welt sind Gründe, besonders gefeiert zu werden, daher die „Ladies Night“ im Doppelpack. Die Veranstaltung ist bereits an beiden Abenden ausverkauft.

Der Internationale Frauentag steht heute im 21. Jahrhundert als Synonym für einen selbstbewussten Anspruch von Frauen um ihre Teilhabe in allen gesellschaftsrelevanten Bereichen. Der Tag wird aber auch genutzt, um auf eine gleiche und gerechte Verteilung der Ressourcen Arbeit, Zeit und Geld zwischen Frauen und Männern aufmerksam zu machen.

"Viele Fortschritte und gleichstellungspolitische Erfolge hat es in den vergangenen 100 Jahren gegeben. Auf gesetzlicher Ebene konnten wichtige Reformen umgesetzt werden", sagt die Gleichstellungbeauftrtagte der Stadt Bottrop, Heidi Noetzel. Ein Blick in den Alltag vieler Frauen zeige, dass eine wirkliche Chancengleichheit noch nicht realisiert werden konnten.

109.000 Frauen Opfer körperlicher Gewalt

"Die Bruttostundenlöhne von Frauen sind im statistischen Durchschnitt 21 Prozent niedriger als die von Männern, Frauen hatten im Jahr 2015 im Schnitt 53 Prozent weniger Rente als Männer, das Armutsrisiko bei Alleinerziehenden ist dreimal höher im Vergleich zur Gesamtbevölkerung, Mütter verbringen doppelt so viel Zeit mit ihren Kindern als Väter, Frauen leisten fast doppelt so viel Sorgearbeit wie Männer, es gibt nur 5 Prozent Chefredakteurinnen bei 100 Regionalzeitungen und nur 6,6 Prozent Frauenanteil in Vorständen börsennotierter Unternehmen und nur 22 Prozent der Hochschulprofessoren sind weiblich. Nur 8,2 Prozent der Großstädte hatten im Jahr 2017 eine Oberbürgermeisterin, nur 30,9 Prozent im Deutschen Bundesrat sind Frauen und in den Gemeindeparlamenten sitzen nur 25 Prozent Frauen", so Noetzel.

Dramatisch seien auch die Zahlen in der Kriminalstatistik: "40 Prozent der Frauen haben seit ihrem 16. Lebensjahr körperliche und oder sexuelle Gewalt erlitten, 2016 wurden in Deutschland als 109.000 Frauen Opfer körperlicher Gewalt und jeden dritten Tag stirbt eine Frau durch Gewalt ihres Partners oder Expartners."

Streik von Textilarbeiterinnen war Anfang der Bewegung

Der Internationale Frauentag steht symbolisch für den weltweiten Kampf der Frauen um Gleichberechtigung. Zurück zu führen ist der Frauentag auf den Streik von Arbeiterinnen einer Textilfabrik in New York, sie kämpften damals für bessere Arbeitsbedingungen. Während eines Feuers kamen über 100 Arbeiterinnen ums Leben.

© frei

Drei Jahre später, am 19.März 1911 initiierte Clara Zetkin den ersten Weltfrauentag um den Opfern zu gedenken. Im Jahr 1920 beschlossen etwa 100 Frauen aus 17 Nationen, einen alljährlichen Frauentag einzuführen, um den Prozess eines politischen Frauenwahlrechts zu beschleunigen. In dieser Zeit gab es Erfolge zu feiern und Rückschläge zu verkraften.

Die Palette der Themen um die Geschichte des Weltfrauentages in Deutschland und in anderen Ländern dieser Welt ist. Groß. Ging es im vergangenen Jahrhundert um das Frauenwahlrecht, gleiche Löhne und bessere Arbeitsbedingungen, haben sich die Themen im Laufe der Zeit verändert. In den 20er Jahren ging es um fundamentale politische und bürgerliche Rechte, in den 60er und 70er Jahren hingegen erreichte die Frauenbewegung im Kampf gegen den Abtreibungsparagrafen 218 einen Höhepunkt. Im Jahr 2019 ist das 100 jährige Frauenwahlrecht ein Thema.

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