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Jahresausstellung Bottroper Künstler

"Serienjunkie" ist die Einzelausstellung von Maike Dähn im Museum Quadrat

© Stadt Bottrop41 Künstler sind in der Jahresausstellung vertreten.

Das Josef Albers Museum Quadrat zeigt die 44. Jahresausstellung Bottroper Künstler. Bis zum 5. Januar sind Malereien, Skulpturen, Grafiken und Fotografien von Bottroper Künstlern zu sehen. Die Einzelausstellung wird von Maike Dähn gestaltet.

Einmal im Jahr steht das Museum als Ausstellungsfläche für in Bottrop geborene, ansässige oder arbeitende Künstler zur Verfügung. Bei ihnen steht die Jahresausstellung hoch im Kurs. 70 Künstlerinnen und Künstler haben 251 Werke einer Jury zur Bewertung vorstellt. 41 von ihnen präsentieren nun 73 Arbeiten. Museumsleiter Dr. Heinz Liesbrock zeigte in einer Vorabbesichtigung für die Presse eine „freundliche, aber entschiedene Auswahl“. Auch wenn die Namen der Künstler bereits in früheren Jahren auf den Auswahllisten standen, stellt Dr. Ulrike Growe, Verwaltungsleiterin des Museums, eine ständige Fluktuation der Teilnehmer fest. Zu den regelmäßigen Künstlerinnen und Künstlern gehören beispielsweise Guido Hofmann, Reinhard Wieczorek, Werner Jelinek, Karina Pietrucha, Jaruslaw Raczynski und die diesjährige Kulturpreisträgerin Angelika Schilling. „Zur Bottroper Folklore gehört Gereon Krebber“, sagt Dr. Heinz Liesbrock. Der Professor an der Kunstakademie Düsseldorf ist ständiger Gast der Jahresausstellungen. „Man kann jedes Jahr sehen, woran er arbeitet und wie er sich künstlerisch weiterentwickelt“, sagt der Museumsleiter. In diesem Jahr ist der Bildhauer mit zwei Plastiken vertreten.

Einzelausstellerin Maike Dähn

Die Bottroper Künstlerin Maike Dähn hat in diesem Jahr ihr Kunst und Biologie-Studium an der Universität Duisburg Essen abgeschlossen. „Serienjunkie“ betitelt sie ihre „sorgfältig mit intellektueller und kreativer Energie“ gestalteten Ausstellung, so Dr. Liesbrock. Das Zusammenspiel von Kunst, Biologie und Wissenschaft wird in ihren Werken deutlich. In der zweigeteilten Ausstellung setzt sie sich in einem Raum mit dem Klimawandel auseinander. Die in einer Reihe aufgestellten Skulpturen thematisieren die industrielle Lebensmittelmittelproduktion von Fleisch und Monokulturen beim Pflanzenanbau, sowie Brandrodungen, den Abrieb von Autoreifen und das Verbrennen fossiler Brennstoff. Die 27-jährige zählt hier auch den Reisanbau auf. Bei ihren Recherchen habe sie überrascht, dass riesige, unter Wasser stehende Reisfelder erheblich für das Klimagas Methan verantwortlich sind. „Die Reispflanzen entziehen dem Wasser den Sauerstoff, sodass sich hier nur noch Bakterien entwickeln, die Methan ausstoßen“, erklärt die Biologin und Künstlerin.

© Stadt BottropDie Werke Maike Dähns erschließen sich aus unterschiedlichen Perspektiven.

Deutlicher wird der Ausstellungstitel bei den 20 „Hohlköpfen“, die Maike Dähn zwischen ihren Werken drapiert. Sie sollen den Besuchern auf verschiedene Perspektive hinweisen, um sich so die Vielschichtigkeit der Arbeiten zu erschließen. Die Köpfe sind alle aus derselben Gussform entstanden, dennoch finden sich an jeder Figur Abweichungen. „Es gibt keine exakte Gleichheit. Jeder Kopf ist individuell“, sagt die Künstlerin. Die Eigentümlichkeiten der einzelnen Rohlinge hat Dähn künstlerisch zusätzlich herausgearbeitet.

Die Einzelausstellung vermittelt eine vielschichtige wie vielseitige Künstlerin. Unterschiedliche Techniken und Medien wie Zeichnung, Radierung, Collage, Objektkunst und Installation werden kombiniert. Ganz gleich, ob sich die Werke mit gesellschaftlichen Themen, persönlichen Erfahrungen oder der ästhetischen Wahrnehmung mit dem Prinzip der Wiederholung beschäftigen, Maike Dähn nutzt die Serie, die in ihren Elementen eine hohe handwerkliche Kompetenz und ihrem Ganzen künstlerische Aussagen vermitteln.

Im kommenden Jahr wird die Einzelausstellung von Evelina Velikaite gestaltet. Sie ist den der Jahresausstellung mit zwei Werken vertreten.

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