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Landschaftsverband Westfalen-Lippe fördert Ausbau des Josef Albers Museums

Insgesamt fließen seitens des LWL 670.000 Euro in das Projekt.

© Stadt BottropLWL-Direktor Matthias Löb (rechts) übergibt Oberbürgermeister Bernd Tischler den Bewilligungsbescheid.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) will die Stadt Bottrop mit knapp 670.000 Euro dabei unterstützen, das Josef Albers Museum mit einem Erweiterungsbau zu einem Museum mit überregionalem Anspruch weiterzuentwickeln. LWL-Direktor Matthias Löb hat am Montag, 3. September, einen Bewilligungsbescheid über 100.000 Euro an Oberbürgermeister Bernd Tischler übergeben. Die Restförderung soll in den kommenden Jahren fließen.

"Besonders begeistert mich, dass mit dem neuen Anbau ein architektonisch und konzeptionell neuer und aufregender Baukörper entsteht, der nun nicht nur klimatisch hochkarätige Ausstellungen von internationalem Renommee ermöglichen wird", sagte Löb. "Der LWL und seine politischen Gremien begrüßen es sehr, dass dem großen Sohn der Stadt Bottrop und weltbekannten Künstler Josef Albers zukünftig mehr Raum gegeben werden kann, damit die weltweit größte Albers-Sammlung permanent zugänglich ist. Ein Künstler seines Ranges hat das mehr als verdient."

Sonderausstellungen auf internationalem Niveau

Der neue Anbau soll den Platz schaffen, der nötig ist, um die Sammlung Albers permanent in wechselnden Ausstellungen zu zeigen. In diesem Anbau sollen künftig auch Sonderausstellungen auf internationalem Niveau stattfinden. Neben der Ausstellungshalle soll das neue Gebäude auch ein museumpädagogisches Zentrum beherbergen. Bisher gibt es im Museum keine Werk- oder Seminarräume für die Kunstvermittlung. Außerdem soll in dem Gebäude noch ein klimatisiertes Kunstdepot untergebracht werden.

wichtiger Baustein für die Finanzierung des Projektes

"Ich freue mich sehr über die tatkräftige Unterstützung durch den LWL beim Ausbau des Albers-Museums", sagt Oberbürgermeister Bernd Tischler. "Der Förderbescheid, den ich überreicht bekommen habe, ist ein weiterer wichtiger Baustein für die Finanzierung des Projektes, das die Stadt niemals alleine hätte realisieren können." Der nächste Schritt in der Umsetzung sei im Oktober dieses Jahres der Spatenstich für den Erweiterungsbau, so Tischler weiter. Die Erweiterung des Museumszentrums Quadrat stelle eine der bedeutendsten Investitionen in das kommunale Kulturangebot der Stadt Bottrop der letzten Jahre dar.

5,5 Mio. Investitionskosten

Der Anbau an das Josef Albers Museum ist dringend notwendig, weil die Räume im Museum modernen Standards zur Präsentation von Kunstwerken nicht mehr entsprechen. So bereiten etwa großflächige Glasfronten klimatische Probleme. Mit der ehemaligen Oberbürgermeistervilla im Stadtgarten, die 1976 und erneut 1983 um quadratische Anbauten erweitert wurde, ist ein architektonisches Kleinod entstanden, das schnell den Namen „Quadrat“ erhielt.

Das Ensemble stellt eine Huldigung an den Bottroper Maler und Farbtheoretiker Josef Albers dar und korrespondiert im Grundriss wie in der gesamten Architektur mit dem Werk von Albers. Das Museum hat es sich in Anlehnung an die Kunst von Josef Albers zur Aufgabe gemacht, die verschiedenen Tendenzen konkreter und konstruktiver Kunst der Klassischen und der Internationalen Moderne in Einzelausstellungen vorzustellen. Es ist die einzige Institution, die sich auf diesen speziellen Bereich der Kunst des 20. Jahrhunderts konzentriert.

Der Erweiterungsbau wird sich äußerlich der Fassade des benachbarten Küppersbaus anpassen und im Inneren, dank gläserner Dachelemente und nur vier Fenstern, viel Platz für Kunst bieten. Die Konzeption des neuen Gebäudes sieht, neben der erwähnten Ausstellungshalle, weitere Räume für ein museumspädagogisches Zentrum, für ein Kunstdepot und eine Anlieferungshalle vor. Die Ausstellungshalle im Obergeschoss und die weiteren Räumlichkeiten im Untergeschoss werden insgesamt zirka 700 Quadratmeter umfassen.

Bottrop als Stärkungspaktkommune wäre nicht in der Lage gewesen, die Investitionen zu finanzieren.

"Dass diese Erweiterung und damit die Aufwertung des Museums realisiert werden konnte, war lange Zeit nicht selbstverständlich", betont Tischler. "Das Vorhaben scheiterte in der Vergangenheit aufgrund finanzieller Restriktionen, da Bottrop als Stärkungspaktkommune nicht in der Lage gewesen wäre, die Investitionen zu finanzieren."

Umso erfreulicher sei es, dass zahlreiche Unterstützer das für Bottrop und die Kunstwelt so wichtige Vorhaben dennoch ermöglichen werden. Zirka 5,5 Millionen EUR werden durch private Sponsoren beigesteuert. Darunter finden sich bedeutende Geldgeber: die RAG Stiftung, die Brost-Stiftung, die Evonik Industries AG und die Albers Foundation. Über 4 Millionen EUR stammen von öffentlichen Fördergebern: von Bund, Land und vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

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