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Kuratorium besucht den Malakoffturm der Zeche Prosper II

NRW-Ministerin Ina Scharrenbach und das Stiftungskuratorium überzeugten sich im Malakoffturm von der Arbeit der Stiftung Industriedenkmalpflege vor Ort.

© Stadt BottropKuratorium vor Ort auf Prosper II.

Alljährlich besuchen Mitglieder des Kuratoriums, des Vorstands und der Geschäftsführung der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur ausgewählte, stiftungseigene Standorte, um sich ein Bild von der Arbeit und den Projekten vor Ort zu machen. In diesem Jahr ging die Reise zum Malakoffturm der Zeche Prosper in Bottrop.

Unter der Leitung der Kuratoriumsvorsitzenden Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat,Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, führte die Reise in der vergangenen Woche zu Stiftungsstandorten in Bottrop, Dorsten, Herten und Dortmund. Oberbürgermeister Bernd Tischler, Vertreter von Fördervereinen, Initiativen und Integrationsprojekten, der regionalen Wirtschaft, private Investoren und Kulturschaffende bereiteten der Ministerin und den Gremienmitgliedern einen würdigen Empfang.

 

Seit 20 Jahren trifft sich die Ehrengarde der Steiger

Ina Scharrenbach informierte sich über kommunales, bürgerschaftliches und wirtschaftliches Engagement an den Standorten. In Bottrop wurde der hohe Besuch standesgemäß vor dem Malakoffturm der Zeche Prosper II begrüßt. Die Männer der „Ehrengarde der Steiger“ hatten sich in schwarze Kittel samt Schachthut mit grün-weißem Federbausch gewandt und am Eingang postiert. Rainer Schwegmann, Vorsitzender der 28 ehemaligen Steiger der Garde, berichtete, dass alle Ehrengardisten mindestens 40 Jahre lang auf Prosper-Haniel unter Tage gearbeitet haben.

© Markus BollenMinisterin Scharrenbach, Mitglieder der Historischen Gesellschaft und Ehrengarde.

Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Stiftung ist überzeugt: „Unser Malakoffturm in Bottrop zählt zu den schönsten Industriedenkmalen des Landes und ist zudem – mit seinem später eingezogen Fördergerüst – eine technikhistorische Rarität.“ Der Vorsitzende der Historischen Gesellschaft Bottrop e.V., Franz Reidick, erinnerte daran, dass bereits in den 1980er Jahren ein heimatkundliches Interesse aus der Bürgerschaft heraus bestand, den Turm vor dem Abriss zu bewahren.

Neben dem Geschichts-Archiv finden in dem ehemaligen Förderturm Familienfeiern, Firmenevents und Trauungen statt. Im Inneren hat der Bottroper Sportbund e.V. eine Kletterwand eingerichtet, in der Kinder- und Jugendliche mit oder ohne Handicap kostenlos klettern können. Dieses Angebot zu erweitern ist eines der Ziele, die der Geschäftsführer des Sportbundes, Martin Schmid, formulierte: „Vorstellbar wäre auch die Einrichtung eines Indoor-Klettergartens im Malakoff-Turm.“

 

Wir haben bereits einen intensiven Wandel hinter uns. Wir schaffen Wandel gut.

Oberbürgermeister blickt zuversichtlich in die Zukunft

Oberbürgermeister Bernd Tischler bekundete seine Verbundenheit mit dem markanten Denkmal: „Wir sind stolz darauf.“ Er zeigt sich zuversichtlich mit dem Blick auf das anstehende Aus in der Steinkohleförderung in Bottrop: „Wir haben bereits einen intensiven Wandel hinter uns. Wir schaffen Wandel gut.“ Die Arbeitslosenquote bewege sich in Bottrop derzeit unter dem Landesdurchschnitt, Investitionen in der Stadt seien getätigt, gute Ideen wurden angestoßen. So auch die Revitalisierung ehemaliger Bergbauflächen im Bottroper Süden und Essener Norden mit dem Namen „Freiheit Emscher“. In Kooperation mit der RAG Montan Immobilien sowie der Stadt Essen soll auf insgesamt 1700 Hektar Fläche ein neues urbanes Zentrum zwischen den beiden Großstädten entwickelt werden.

Scharrenbach betonte, die Denkmale der Stiftung wie der Zeche Prosper II in Bottrop seien prägend für Menschen, Städte und Gemeinden und untrennbar mit dem historischen Erbe der Region und der Bundesrepublik Deutschland verknüpft. Es sei wichtig, die Denkmale durch Nutzung erlebbar zu machen. Sie forderte die Bürger zum Mitgestalten auf.

Hintergrund

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