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Beratungskonzept an Gustav-Heineman-Realschule vorgestellt

Schule fungiert als Modell für andere weiterführende Schulen

© Stadt Bottrop

Unabhängig von der jeweiligen Schulform müssen Schülerinnen und Schüler Entscheidungen darüber treffen, wie sie die Zeit nach ihrem jeweiligen Schulabschluss gestalten wollen oder können. Wird eine Berufsausbildung aufgenommen? Soll eine weiterführende Schulausbildung, ein Praktikum oder etwas ganz anderes (z.B. ein Jahr im Ausland) folgen? Welches Studienfach soll gewählt werden? Welche Tätigkeit soll als Beruf ausgeübt werden? Gibt es überhaupt die Perspektive auf einen Beruf?

Das sind nur einige Fragen, denen sich Schülerinnen und Schüler, aber auch deren soziales und kulturelles Umfeld, bestehend aus Familie, Freundeskreis und auch Schule zu stellen hat. Dass Antworten nicht immer leicht zu finden sind, dass es zu unterschiedlichen Zeitpunkten verschiedene Antworten geben wird, ist eher die Normalität als die Ausnahme. Dennoch gilt es diese Fragen zu diskutieren sowie erste und entscheidungsrelevante Antworten zu finden.

Innerhalb des Prozesses der Berufs- und Studienorientierung bietet eine begleitende Beratung den Schülerinnen und Schülern die Chance, ihre berufs- und studienbezogenen Perspektiven zu reflektieren und Antworten auf ihre Fragen zu finden. In diesem Beratungsprozess, der sich über mehrere Schuljahre hinzieht, ist eine enge Zusammenarbeit aller an der individuellen Beratung beteiligten Fachkräfte der verschiedenen Akteure erforderlich. Dazu gehören die verantwortlichen Lehrkräfte der allgemeinbildenden Schulen und des Berufskollegs, die Schulaufsicht, die Eltern/-Vertretungen, die Berufsberatungen der Agenturen für Arbeit, die Jobcenter, die Schulsozialarbeit, die Jugendhilfe, Berufseinstiegsbegleiter und Kommunale Koordinierungsstelle.

Wie Beratung sinnvoll und kooperativ gestaltet werden kann, hat die Gustav-Heinemann-Realschule nun in mehreren Workshops mit allen wichtigen Zielgruppen diskutiert. Herausgekommen ist dabei ein Beratungskonzept, welches anhand der verschiedenen Jahrgangsstufen versucht, die Angebote anhand dreier Kategorien zu strukturieren. Entlang der Kategorien „Schulspezifisch“, „an mehreren Schulen in Bottrop“ sowie „zum Landesprogramm KAoA zugehörig“ werden die Maßnahmen der Schule erläutert, es werden Inhalte und zuständige Ansprechpartnerinnen und –Partner genannt.

Am 22.11.2018 begrüßte der 1. Beigeordnete der Stadt Bottrop und zuständiger Schuldezernent Paul Ketzer die interessierten Vertreterinnen und –Vertreter aus den weiterführenden Schulen zur Vorstellung des Beratungskonzeptes. „Was hier an der Gustav-Heinemann-Realschule entwickelt worden ist, bietet eine sinnvolle Möglichkeit, die Maßnahmen im Berufsorientierungsprozess vorzustellen. Dass die Vorstellung dieses Konzept genau hier heute am richtigen Ort stattfindet, zeigt allein die Tatsache, dass die Gustav-Heinemann-Realschule als einzige Bottroper Schule in diesem Jahr mit dem Berufswahlsiegel ausgezeichnet worden ist.“

Dieses Modell stieß auch bei den anwesenden Schulvertretungen auf großes Interesse. Mehrere Schulen überlegen nun, das Konzept auf ihre Schule zu übertragen und sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Eltern und Lehrkräfte nutzbar zu machen. Andere Schulen können dazu weitere Maßnahmen für spezielle Zielgruppen, z.B. Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowie die neusten Entwicklungen im Bereich der Sekundarstufe II in ihr Konzept einarbeiten. So sind nun seitens des Landes Standardelemente für die Sekundarstufe II entstanden, die an den bereits bestehenden Standardelementen in der Sekundarstufe I anknüpfen und den weiteren Berufswahlprozess auch in der Oberstufe fortführen. Damit ist KAoA in Bottrop nunmehr in allen schulischen Bereichen angekommen. Das Modell hat also noch weiteres Entwicklungspotenzial, das nun genutzt werden kann.

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